Monstralien – Die Heimat der Monster

„Wo liegt eigentlich Monstralien, Papa?“ hatte Charlotte gestern vor dem zu Bett gehen gefragt, als er ihr einen Gute-Nacht-Kuss geben wollte. Daraufhin schob er den Vorhang am Fenster ein Stück beiseite, so dass Charlotte den Sternenhimmel sehen konnte. „Siehst Du den leuchtenden Stern dort oben am Himmel?“ Sie nickte. „Da ist Monstralien. Dort wohnen viele lustige Monster, die alle ein ganz großes Ziel haben“, erklärte der Papa. „Und welches?“, fragte Charlotte neugierig.

„Jedes monstralische Wesen will einen Menschenfreund bei uns finden. So wie Du Dein Monster Fritz nun zum Freund hast.“ „Und woher wissen die Menschen, wie man so ein Monster bekommt?“ Der Papa verwuschelte Charlottes Locken: „Sie liegen tagelang ihren Eltern oder Geschwistern in den Ohren, dass sie unbedingt einen Kuschelfreund brauchen. Einer der mit ihnen durch dick und dünn geht.“ Charlotte schmunzelte: „Und mich vor dem Grummelmonster unter meinen Bett beschützt.“ „Genau, auch davor“, grinste ihr Papa. Charlotte rieb sich die Äuglein. „So, jetzt wird aber das Licht ausgemacht.“ Papa zog ihr die Zudecke bis zur Nasenspitze hoch. Charlotte kuschelte sich ins Kopfkissen und drückte Fritz mehrmals fest auf den Bauch bis dieser Quietschtöne von sich gab. „Gute Nacht Ihr zwei Quietschemonster und süße Träume“, verabschiedete sich Papa, als er leise die Tür hinter sich schloss. Charlotte schlummerte mit dem Gedanken, morgen unbedingt Emma von Monstralien zu berichten, ein.

Wie es weitergeht, erfahrt Ihr hier.

Die Kurzgeschichte stammt aus der Feder von Blanche Keller und Nancy Jerabek

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