Interviews mit Autoren

Ein Interview mit Sandra Schindler, Kinderbuchautorin (Der kleine Milchvampir): 

Wie bist du denn auf die Idee gekommen, ein Buch über das Abstillen zu schreiben? Gab es einen besonderen Anlass dafür?

Ja, den Anlass gab es: Ich wollte abstillen, aber meine Tochter nicht. Deshalb suchte ich nach einem Kinderbuch, das uns unterstützen konnte, aber es gab keins. Also hab ich eben eins geschrieben.

Du hast ja selbst auch gestillt, wie lange? Und welche Erfahrung hast du gemacht, wie die Gesellschaft das wahrgenommen hat?

Meine große Tochter hab ich 1 Jahr gestillt, dann haben wir uns sozusagen in gegenseitigem Einvernehmen getrennt. Meine kleine Tochter hab ich 2 Jahre gestillt – und es war kein Ende in Sicht. Ich hab schon einige komische Situationen erlebt. Gerade hab ich auf einem anderen Blog darüber berichtet, wie es war, als meine Kleine mitten am Strand lautstark nach Milch gebrüllt hat. Nicht so angenehm, fand ich jedenfalls damals. Heute finde ich die Erinnerung daran allerdings fast schon witzig. Schau mal hier: https://herzensglueckskind.com/2016/10/01/der-kleine-milchvampir-die-wunderbare-autorin-erzaehlt-ihre-stillgeschichte/

Hast du noch einen besonderen Tipp zum Abstillen?

Puh, das ist ja schon ein größeres Thema, aber ich glaube, du meinst jetzt das Abstillen von größeren Kindern, wenn die Mutter nicht mehr stillen möchte, oder? In jedem Fall denke ich, dass man es vermeiden sollte, von jetzt auf morgen abzustillen, wenn es irgendwie geht. Wenn man sich Zeit lässt, ist es für alle Beteiligten angenehmer. Und ich glaube, das Abstillen kann nur funktionieren, wenn die Mutter das wirklich möchte. Bei mir hat es lange nicht geklappt, eben weil ich zwar einerseits nicht mehr so unbedingt wollte, aber andererseits halt irgendwie doch. Wichtig ist für mich auch, dass man sich nicht von seinem Umfeld verunsichern lässt, denn wie lange eine Mutter ihr Kind stillt, das ist Sache der Mutter und des Kindes, nicht Sache des Nachbarn, des Kinderarztes oder der Schwiegermutter.

Wie stehst du zu dem gerade so viel diskutierten Thema „Stillen in der Öffentlichkeit“?

Ich finde es traurig, dass einige Mütter solch blöde Situationen erleben mussten. Leider ist es oft so, dass Menschen Probleme mit sich selbst haben und dann ein Ventil suchen, um ihren Groll gegen sich selbst loszuwerden. Wenn dann gerade eine stillende Mutter in der Nähe ist, kann die das schon mal abbekommen.

Ich denke, da muss man sich immer wieder deutlich machen: Die meisten Situationen, in denen jemand grundlos so respektlos reagiert, haben nichts mit demjenigen zu tun, der beschimpft wird, sondern mit dem Schimpfenden selbst.

Ich bin davon zum Glück verschont geblieben, hab aber zufällig auch gerade darüber etwas geschrieben: https://motherbirthblog.wordpress.com/2016/09/16/22-stillen-in-der-oeffentlichkeit-gastbeitrag-von-sandra-schindler-schreibt/

Planst du ein weiteres Buch und wenn ja, steht schon das Thema fest?

Ich hab noch ein paar fertige Bücher in der Schublade. Das nächste, das Anfang 2017 veröffentlicht wird, erzählt die Geschichte eines kleinen, ängstlichen Pinguins. Diese Woche bin ich erst mal noch damit beschäftigt, alles aufzuarbeiten, was nach unserem Urlaub – ich bin gerade zurück aus Italien – liegen geblieben ist. Und dann ist da noch die Buchmesse.

Aber ab nächster Woche komme ich hoffentlich endlich mal wieder zum Schreiben. Ich habe einige Bücher angefangen, viele weitere auf meiner Ideenliste. Das nächste Buch, das ich in diesem Jahr noch fertigschreiben möchte, ist ein Kinderkrimi.

milchvampir-serioes

 

Ein Interview mit Astrid Schneider, Kinderbuchautoren (Mirelle und ihre Freunde):

Seit wann schreibst du schon Kinderbücher?
Angefangen mit dem Schreiben habe ich 2011, ich schrieb an zehn unterschiedlichen Büchern aus den Genres Kinder-und Jugendbücher, Romane, Ratgeber. An eine Veröffentlichung habe ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht gedacht. Die Story für mein aktuelles Kinderbuch „Mirelle und ihre Freunde“ war eigentlich schon 2014 fertig aber ich wollte das ganze noch etwas reifen lassen. Der passenden Illustratorin (Fadi Kurtalic) bin ich dann Anfang 2015 begegnet, Ende 2015 habe ich mich dazu entschlossen das Kinderbuch „Mirelle und ihre Freunde auf der Suche nach dem Wunschkraut“ zu veröffentlichen.

Bisher habe ich nur dieses Kinderbuch veröffentlicht aber darauf bin ich verdammt stolz und freue mich immer wieder auf´s neue, wenn ich das Cover sehe und die Charaktere vor meinem inneren Auge lebendig rumhüpfen, dass bringt mich immer zum schmunzeln!
Ein weiteres Kinderbuch steht für Ende 2016 an. Anfang 2017 ist das Jugendbuch aus der Fantasyreihe „Die Saga von Lagas“ geplant- hier geht es um Engelsvampire.

„Mirelle und ihre Freunde“- Klappentext:
Mirelle, Fabrizio und Trampi sind völlig unterschiedlich. Eine Schildkröte, eine Giraffe und ein Nilpferd – was könnte die schon verbinden? Und doch sind sie alle auf der Suche nach etwas, das man nicht erklären, sondern nur fühlen kann: Freundschaft. Gemeinsam macht sich das Gespann auf die Suche nach dem sagenumwobenen Wunschkraut. Dabei entdecken sie in ihrer Unterschiedlichkeit gegenseitig die Stärken der anderen und wachsen zu echten Freunden zusammen. Fast haben sie ihr Ziel erreicht, doch da ist noch der eitle Ismo …
Ich möchte mit meinem Kinderbuch nicht nur unterhalten, sondern den kleinen und großen Lesern etwas mitgeben. Egal, wie wir sind, welche Nationalität, welche Sprache, welchen Hintergrund – wir sind gut so, wie wir sind! Und gemeinsam kann man so viel mehr erreichen, als jeder einzelne gedacht hat. Auch wenn es viele und vielfältige Probleme gibt auf dieser Welt, die Lösungen und positiven Erlebnisse sind es ebenso.

Wie bist du auf die Idee gekommen, Bücher zu schreiben?
Eher durch einen Zufall bin ich zum Schreiben gekommen. Ich hatte das erste Mal in meinem Leben extreme gesundheitliche Probleme. Um diese schwere Zeit zu überstehen, begann ich zu schreiben.

Heute kann ich mir meine Welt ohne das Schreiben gar nicht mehr vorstellen.

Von was lässt du dich am liebsten inspirieren?
Zu 60 % sind es Erlebnisse, die ich durch das Schreiben irgendwie verarbeite. Es ist nie die haargenaue erlebte Story, oft sind es Bruchteile, eine Situation oder ein Satz der mich inspiriert und abschweifen lässt. So entsteht dann eine ausgereifte komplette neue Story.
Zu 40 % sind es die Menschen in meinem Umfeld, fremde manchmal, Wortfetzen die ich irgendwo zwischen S-Bahn und Bäcker aufschnappe. Diese Wortfetzten reichen meist aus und ich kreiere mir meine eigene Story daraus.

Bei meinem „Mirelle und ihre Freunde-Buch“, war es meine geistig-behinderte Schwester, die mich inspiriert hat. In unserer Kindheit haben wir so viele unschöne aber auch schöne Momente bezüglich der Themen Freundschaft und Makel erlebt.

 Was ist dein persönliches Lieblingsbuch?
Ich liebe alle Bücher von Astrid Lindgren, sie ist/war mein größtes Idol.
Schon als Kind, als ich all ihre Bücher verschlang, schaffte sie es mit ihren Storys mich tagtäglich in ihre Welt mitzureisen. Ich wünschte ich hätte sie einmal persönlich getroffen um noch mehr von ihr zu erfahren und zu lernen.
War es schwierig, einen Verlag zu finden, der deine Bücher veröffentlichen wollte?
Da ich kompletter Neuling in der Schreiberwelt bin muss ich sagen das ganze Thema ist schwieriger als ich es mir vorgestellt hatte.
Einen klassischen Verlag zu finden hatte ich nach reichlicher Recherche recht früh ausgeschlossen. Ich wollte es als Selfpublisher versuchen. Nun, auch das war nicht so einfach in diesem Dschungel den passenden Verlag zu finden. Es gibt mittlerweile so viele interessante Angebote für Selfpublisher, so dass es ein ganzes Stück Arbeit ist um hier das passende Gegenstück für sich zu finden.
Nun gut, nach 2 Monaten Recherche und vielen Telefonaten habe ich mich für meinen aktuellen Verlag (tredition aus Hamburg) entschieden und muss sagen, ich bin sehr begeister mit meiner Wahl.
Tredition unterstützt und informiert mich in sehr vielen Belangen. Setzt diverse Marketingaktionen um und ist für mich meine rundumsorglos-Begleitung.

Zunächst ist man überglücklich das eigene Buch online bei den gängigen Läden (amazon, buch.de, thalia uvm) zu sehen! Aber was nun? Zurücklegen, warten, sich auf den Verlag verlassen und auf den nächsten Besteller hoffen? Nein, im Gegenteil, jetzt beginnt meiner Meinung nach die wirklich harte Arbeit, die mit viel Ausdauer und Ideenreichtum verbunden ist.

Gibt es schon ein neues Buch, das nur darauf wartet, gelesen zu werden?
Ja, die Reise von Mirelle und ihren Freunden geht weiter;-) Sie treffen auf „Jimmy den schnellsten Rennhasen der Welt“, der mit seiner umgebauten Karotte als Rennfahrer durch das Land zieht. Gemeinsam lösen sie weitere Rätsel und kämpfen für das Gute im Tierreich. Dieser Teil wird Ende 2016 erscheinen.
Ebenso wird gerade fleißig an der Hörbuch-Version und an einer CD mit Kinderliedern gearbeitet!
Ihr dürft gespannt sein, es wird viel passieren in der Mirelle-Welt

Vielen Dank, Eure Astrid Schneider
www.astridschneider-autorin.de

astrid fb bild neu    Bild Mirelle Buch

 

 

Ein Interview mit Doris Hermann, Kinderbuchautoren (Muh-Kuhisch für Anfänger):

Liebe Frau Hermann, wie kommt man denn eigentlich auf die Idee, Kinderbuchautorin zu werden?
Oh, in meinem Fall war das weniger eine Idee als das Resultat einer Geburtstagsüberraschung für meinen Mann.

Eigentlich bin ich ja Grundschullehrerin. Die Gute-Nacht-Geschichten meines Mannes Christoph haben mich letztes Jahr dazu gebracht, „Carola: Muh-kuhisch für Anfänger“ aufzuschreiben. Nachdem er eines Abends geäußert hatte, dass es doch toll wäre, wenn es irgendwann einmal ein Buch mit seinen Geschichten geben würde, begann ich heimlich, einige der schönsten Geschichten aufzuschreiben. Und an seinem 40. Geburtstag konnte ich ihm tatsächlich einen Umschlag mit der ISBN-Nummer zu „seinem“ Buch überreichen.

Dass mir dieses Geburtstagsprojekt den Titel „Kinderbuchautorin“ einbringen würde, dass hätte ich vor einem Jahr nicht zu träumen gewagt. Sind es doch die Kinderbuchautoren und –autorinnen, die schon die Kleinsten in zauberhafte und phantastische Welten entführen und ihnen mit ihren Charakteren lebenslange Freunde geben.

Aber ich muss sagen: Inzwischen kann ich mir ein Leben ohne das Schreiben nicht mehr vorstellen.

Haben Sie schon während der Schulzeit gerne geschrieben oder erst im Erwachsenenalter?
Ich habe schon immer gerne geschrieben. Die Begeisterung fürs Schreiben hat meine Grundschullehrerin in mir geweckt. Wir haben damals sehr viel frei schreiben dürfen. Das hat mir so gut gefallen, dass ich auch zuhause immer wieder Geschichten in mein Geschichtenheft schrieb.

Nach einer kreativen Schreibflaute schreibe ich jetzt, nach der Veröffentlichung von „Carola: Muh-kuhisch für Anfänger“, wieder täglich. Meist an zwei oder drei Projekten gleichzeitig.

Wie kamen Sie denn auf die Idee, über eine Kuh zu schreiben?
Mein Mann erzählt unseren Zwillingsmädchen seit deren zweiten Lebensjahr jeden Abend eine Gute-Nacht-Geschichte mit unterschiedlichen Protagonisten. Eines Tages hatte uns ein befreundeter Bauer eingeladen, mit unseren Kindern die Kühe im Stall besuchen zu kommen. Als mein Mann unsere Mädchen an diesem Abend fragte, welche Gute-Nacht-Geschichte sie dieses Mal hören wollten, waren sie sich sofort einig, dass es eine Geschichte mit einer Kuh sein sollte. So kam es, dass die Kuh Carola ins Kinderzimmer „spazierte“, und uns seitdem mit ihren verrückten Ideen zum Staunen bringt. 

Sind denn Kühe auch Ihre Lieblingstiere?
Ehrlich gesagt, fand ich Kühe zwar schon immer liebenswert, vor allem ihre Ohren haben es mir angetan. Aber erst seit es Carola gibt, und ich mich immer mehr mit diesen wundervollen Tieren beschäftige, bin ich ein richtiger Kuh-Fan geworden.

Essen Sie gerne Milka-Schokolade? 😉
Oh ja.

Sind Sie selbst auch ein „Landei“?
Ich komme zwar gebürtig aus einer kleinen Stadt am Rhein, wohne aber nun mit meinem Mann, unseren Kindern und unserem Kater in einem Dorf. Ich liebe es, draußen in der Natur zu sein, sei es im Wald oder am Rhein. Und meinem Mann geht es genauso. Unsere Naturverbundenheit möchten wir auch an unsere Kinder weitergeben. Getreu dem Motto: Es gibt kein schlechtes Wetter, nur schlechte Kleidung.

Wird es bald ein neues Werk aus Ihrer Feder geben?
Ja! Der Fortsetzungsband „Carola: Muh-kuhisch für Fortgeschrittene“ ist in Arbeit und wir hoffen, ihn noch dieses Jahr veröffentlichen zu können. Da sich viele Leser bei einem Fortsetzungsband zu jeder Geschichte ein großes farbiges Bild wünschen, überlegen wir, ob wir hierzu eine Crowd-Funding-Aktion durchführen werden – es sei denn es findet sich vorher ein Verlag, der Carola ein Zuhause geben möchte.

Darüber hinaus habe ich zwei Manuskripte zu weiteren Kinderbüchern fertig, die zurzeit bei Literaturagenturen zur Prüfung vorliegen.

Doris Hermann Portraitfoto

 

 

Ein Interview mit Stefan Schwinn, Kinderbuchautor (u.a. Der kleine Ritter Apfelmus)

Lieber Herr Schwinn, wie kommt man denn eigentlich auf die Idee, Kinderbuchautor zu werden?
Beim Spielen mit meinem Sohn und dem abendlichen Vorlesen bzw. Erzählen kamen wir auf eigene lustige Figuren, z.B. den kleinen Ritter Apfelmus. Und irgendwann habe ich die Dinge dann aufgeschrieben und einen Verlag gefunden. Und nun bereiten der kleine Ritter Apfelmus und Käpt’n Donnerpaule meinen Lesern/ Zuhörern und mir viel Freude.

Haben Sie schon während der Schulzeit gerne Geschichten geschrieben?
Ich habe in der Grundschule erste kleine Geschichtchen geschrieben und wurde von meiner Klassenlehrerin dabei sehr ermutigt.

In meiner Jugend kamen jede Menge Abenteuergeschichten dazu, die sich an meinen Lieblingsbüchern orientierten. Die habe ich mit Begeisterung auf einer alten mechanischen Schreibmaschine getippt und dann illustriert.

Was ist Ihr persönliches Lieblingsbuch?
Meine Generation ist mit Kinderbuchautoren aufgewachsen, die heute alle Klassiker sind. Ich liebe sie immer noch, die Bücher von Astrid Lindgren, Otfried Preußler, Michael Ende und Enid Blyton. Später war ich dann Fan der Burg Schreckenstein – und Geheimagent Lennet – Reihen. Einen einzelnen Titel möchte ich nicht herausheben.

Wie sind Sie auf die Idee gekommen, Ihren Ritter „Apfelmus“ zu nennen?
Apfelmus gehört bei uns zu den Lieblingsspeisen, und weil es schon so viele tolle Ritterbücher gibt, wollte ich meine Figur ein bisschen vom Rest abheben – der Spitzname „Apfelmus“ passt zu dieser Überlegung.

Haben Sie selbst auch einen „Helden“?
Mich beeindrucken alle Menschen, die Zivilcourage zeigen. Das können dann auch ganz normale „Helden des Alltags“ sein.

Wann wird es ein neues Buch von Ihnen geben? Dürfen Sie da schon was verraten?
Ideen gibt es genug. Ich hoffe, dass es mit dem kleinen Ritter Apfelmus und Käpt’n Donnerpaule weitergeht und habe auch andere Abenteuer in meiner Geschichtenschatulle. Aber verraten kann ich noch nichts …

stefan schwinn foto

 

2 Responses zu “Interviews mit Autoren”

  1. Hey Anne,

    das ist ja nen toller Blog, da muss ich mir nächste Woche mal ein bißchen Zeit einplanen, um hier zu schwelgen. Gut, dass wir zwischen Tür und Angel drüber gesprochen haben 😜. Jetzt weiß ich auch endlich, wen ich nach Tipps befragen kann…

    Liebe Grüße
    Sandra

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